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Smart Home – volle Kontrolle aber zu welchem Preis?

Immer mehr Hersteller entwickeln clevere Produkte und Apps für das vernetzte Zuhause. Daher war es auch nicht überraschend, als Google sein Smart Home Gerät Google Home vor kurzem auf der Entwicklerkonferenz I/O vorgestellt hat.

Google Home
Google Home

Bereits 2014 hatte Google die Firma Nest übernommen, die elegante Smart Home Geräte herstellt. Im Mai 2015 stellte Google mit „Brillo“ ein Betriebssystem vor, das speziell für das Internet der Dinge konzipiert ist.

Google Home

Das unter dem Codenamen Chirp entwickelte Google-Gerät, dass einer Blumenvase zum Verwechseln ähnlich sieht, kann einfache Fragen beantworten und bestimmte Aufgaben erledigen, etwa Musik von Streamingdiensten abspielen, das Licht anschalten, oder Termine organisieren und Smart-Home-Geräte steuern – alles per Sprache.
Aber was können Smart Home Systeme eigentlich leisten?

Smart Home Systeme

Egal, ob zu Hause oder von unterwegs: mit einem Smart Home System kann man Türen, Fenster, Rollläden, Heizungen, Klimaanlagen, Steckdosen, Musikboxen und elektrische Geräte und somit das Klima, Licht und Entertainment in dem Zuhause ganz einfach über eine App steuern. Man braucht nur eine Handvoll Sensoren, Bewegungsmelder, Thermostate, Kameras, elektrische Rollläden, und über Funk ansteuerbare Steckdosen, Musikboxen, Lichter und elektrische Geräte.

Es regnet und du hast die Fenster aufgelassen? Kein Problem. Der Wettersensor erkennt, dass es regnet und schliesst die Fenster automatisch.
Der Rauchmelder schlägt Alarm und sendet dir automatisch eine Liveaufnahme aus deiner Wohnung. Du siehst, dass du das Essen auf dem Herd vergessen hast. Per App schaltest du den Herd und den Rauchmelder aus und öffnest alle Fenster.
Du kommst nach einem stressigen Tag nach Hause, du öffnest die Wohnungstür und das Licht geht automatisch an, im Hintergrund lauft deine Lieblingsmusik, aus der Küche kommt dir frischer Kaffeegeruch entgegen, die Wohnung ist bereits vorgewärmt und die Wäsche gewaschen.

Ohne Frage, ein vernetztes Zuhause bietet viele Vorteile.

Vorteile von Smart Home Systemen

Smart Home Systeme bieten Komfort, Sicherheit und sparen ausserdem Energie.

Komfort

Smart Home Systeme bieten einen hohen Komfort. Du musst nicht mehr aufstehen, um das Licht anzuschalten oder die Rollläden aufzumachen. Du kannst Szenarien vorprogrammieren, die in einer bestimmten Situation vollautomatisch ablaufen, z.B. das oben beschriebene “nach Hause kommen” Szenario. Einige smart Home Systeme wie beispielsweise Google Home oder Apples Siri gesteuertes HomeKit bieten zusätzlich zur App auch eine Sprachsteuerung und eine virtuelle Assistentin.

 

Einbruchschutz

Selbst wenn man nicht im Haus ist, kann man das Licht automatisch anschalten, um etwaige Einbrecher abzuschrecken. Bewegungsmelder und Sensoren an Fenster und Türen schlagen bei Verdacht Alarm. Kameras mit Bewegungsmelder schicken bei Verdacht ein Livevideo ans Smartphone. Einige Kameras wie z.B. die von der Firma Nest verfügen bereits über Personenerkennung und können bekannte und fremde Personen voneinander unterscheiden.

Brandschutz

Durch Wärmesensoren und Rauchmelder wird sofort Alarm geschlagen, falls ein Raum zu warm ist oder sich Rauch ausbreitet. Durch Kameras kann im Verdachtsfall die Lage geprüft werden und eventuell das Problem aus der Ferne gelöst werden. So kann man z.B. den Herd ausschalten oder ein Bügeleisen und alle Fenster öffnen. Dadurch kann eventuell ein teurer Feuerwehreinsatz vermieden werden.

Schutz vor Wasser- und Windschäden

Sensoren im und am Haus schlagen sofort Alarm, falls das Wetter zu extrem ist. Fenster und Rollläden werden automatisch geschlossen und der Nutzer benachrichtigt. Der kann dann per Kameraübertragung entscheiden, ob er weitere Massnahmen treffen muss. Falls eine Waschmaschine Probleme bereitet, wird dies auch per Push Nachricht dem Nutzer mitgeteilt.

Energiesparen

Angeblich können Smart Home Systeme bis zu 30% Energie sparen.

Durch die Überwachung des Aussen- und Raumklimas kann eine perfekte Lüftung, Kühlung und Beheizung der Zimmer voll automatisch erfolgen. Das Zuhause kann per App von unterwegs vorgewärmt werden. Daher muss man im Winter nicht mehr die Heizung den ganzen Tag laufen lassen. Lichter werden beim Verlassen der Wohnung automatisch ausgeschaltet.

Aber es gibt auch ein paar Probleme mit einigen Smart Home Systemen.

Probleme

 

Komptabilität

Aufgrund fehlender Standards sind die meisten Smart-Home-Lösungen nicht miteinander kombinierbar. Es gibt aber auch Lösungen wie z.B. die der Deutschen Telekom, Conrad Connect, und das Bosch Smart Home, die Smart Home Geräte von verschiedenen Herstellern integrieren können

Datenschutz

Smart Home Systeme sind riesige Datenkraken, die sehr persönliche Daten und Vorlieben speichern. Nutzer von amerikanischen Systemen sollten sich bewusst sein, dass Firmen wie beispielsweise Google, Amazon und Apple die Daten nutzen, um Profile zu erstellen. Auch Regierungsbehörden haben möglicherweise Zugang zu diesen Daten. Google Home und Amazons Echo Smart Home Assistenten hören sogar ständig mit. Wer auf Nummer sichergehen will, sollte deshalb einen europäischen Anbieter wählen. Die Daten unterliegen dann dem strengen europäischen Datenschutz und werden auf europäischen Servern gespeichert.

Hohe (teils versteckte) Kosten

Fast alle Hersteller bieten zwar günstige Einsteigerpakete an. Wer aber sein komplettes Haus vernetzen will, muss mindestens 1500 Euro ausgeben.
Oft muss man für ein Komplettpaket auch ein Abo anmelden und für extra Funktionen tief in die Tasche greifen. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall verschiedene Anbieter zu vergleichen.
Die Redaktion der Computer Bild hat mehrere Anbieter getestet. Hier gelangst du zu den Testergebnissen.

Published in Consumer Technology

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